Ur- und Frühgeschichte


Skizzenbuch von Gustav Roßbach

Skizzenbuch von Dr. Gustav Roßbach
(Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Die Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung entstand aus den Privatsammlungen des Anatomen Leo Gerlach und des Pfarrers Rudolf Herold, die 1914 zur "Anthropologisch-prähistorischen Universitäts-Sammlung" im Anatomischen Institut vereinigt wurden. Sie war der Urgeschichte des Menschen und seiner Kulturen gewidmet und sollte der Forschung und Lehre dienen.

Diese Sammlung bildete die Keimzelle für die wissenschaftliche Verankerung der Ur- und Frühgeschichte in Erlangen: 1933 erhielt die Sammlung mit Rudolf Paulsen ihren ersten Kustos; 1938 wurde ein prähistorisches Seminar, 1941 ein Institut gegründet. Gleichzeitig wurde Paulsen zum ersten Professor für Ur- und Frühgeschichte in Erlangen. Die rasche Etablierung des Faches war nicht zuletzt dem Zeitgeist zu verdanken, denn die nationalsozialistische Rassenideologie förderte die Beschäftigung mit der "Vorgeschichte" der Völker.

Institut und Sammlung blieben zunächst in der Anatomie. 1957/1958 erfolgte der Umzug in das neue Seminargebäude der Philosophischen Fakultät in der Kochstraße, wo die Sammlung eigene Ausstellungsräume erhielt. Durch Ankäufe, Grabungen und Stiftungen hat sie sich seitdem zu einer der größten prähistorischen Universitätssammlungen der Bundesrepublik entwickelt.

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