Pathologie


Kotstein, 1863

Kotstein aus dem Wurmfortsatz, Erlangen 1863
(Pathologische Sammlung)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Die Pathologie entwickelte sich im Lauf des 19. Jahrhunderts aus der Anatomie. In Erlangen ist die Emanzipation des Fachs eng mit der Geschichte seiner Sammlung verbunden.

Die pathologischen (krankhaften) Präparate waren ursprünglich Teil der Anatomischen Sammlung. Einen eigenen Raum erhielten sie erst 1826 mit dem Umzug der Anatomie in die Orangerie. Um 1850 sonderten zwei junge Professoren – der Anatom Joseph von Gerlach und der Internist Franz von Dittrich – die pathologischen Präparate aus und führten sie zu einer eigenständigen Sammlung zusammen. Diese Sammlung stand nun nicht mehr in der Anatomie, sondern im Universitätskrankenhaus. Der dazugehörige Lehrstuhl für "Pathologische Anatomie" wurde allerdings erst Jahre später eingerichtet. Die Sammlung hatte "Geburtshilfe" für das neue Fach geleistet.

1906 bezog die Pathologie ihr heutiges Domizil an der Krankenhausstraße. Die Pathologische Sammlung wurde als "Herzstück" des Instituts in der Mitte des großzügig angelegten Gebäudes untergebracht.

Zur Zeit befindet sich die Sammlung (wieder) im Anatomischen Institut. Sie soll in den kommenden Jahren restauriert und wissenschaftlich erschlossen werden.

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