Moulagensammlung


Moulage, Syphilis 2

Moulage eines Kranken mit Lues (Syphilis) Stadium 2, Montierung auf Holzplatte, Atelier Henning, Wien
(Moulagensammlung)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

1923 erhielt die Universität Erlangen eine eigenständige Hautklinik (Hartmannstr. 14). Der erste Lehrstuhlinhaber, Leonhard Hauck, begründete die Moulagensammlung der Hautklinik, die in wesentlichen Teilen bis heute erhalten ist.

Moulagen sind Wachsabformungen von erkrankten Körperteilen. Sie wurden als Anschauungsmaterial für den Studentenunterricht und für die Weiterbildung von Ärzten verwendet. Mit der Einführung der Farbfotografie, der Videotechnik und der digitalen Bildverarbeitung verloren die Moulagen ihre Bedeutung für die Lehre und gerieten vielerorts in Vergessenheit. So auch in Erlangen.

Zunächst waren die Moulagen in großen Vitrinenschränken untergebracht, die für Studierende und Klinikmitarbeiter zugänglich waren. Nach dem Bau des neuen Hörsaals 1970 wurden sie an ihren heutigen Platz verbracht. In den Wandschränken im Flur hinter dem Hörsaal sind sie zwar vor Licht und Wärmeeinwirkung, aber nicht vor Staub geschützt.

Die Sammlung umfasst heute noch 135 Moulagen. Sie zeigen die Anfang des 20. Jahrhunderts verbreiteten Haut- und Geschlechtskrankheiten. Die größten Gruppen sind den Krankheitsbildern von Tuberkulose und Syphilis gewidmet.

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