Ethnographie


Dämonenmaske, Borneo 1892

Dämonenmaske. Holz, Zuckerpalmenfasern, Westborneo 1892
(Völkerkundliche Sammlung, Dauerleihgabe im Staatlichen Museum für Völkerkunde München)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Die Sammlung für Ethnographie (Völkerkunde) gehört zum Institut für Geographie. Die rund 600 Objekte wurden 1996 als Dauerleihgabe an das Staatliche Museum für Völkerkunde in München übergeben. Dort werden sie seitdem sachgerecht aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und, wo nötig, professionell restauriert. Einige von ihnen waren bereits in Ausstellungen zu sehen.

Die Ethnographische Sammlung wurde im Wesentlichen von drei Forschern auf ihren Reisen durch Afrika und Asien zusammengetragen: Der promovierte Zoologe Eduard Pechuël-Loesche begleitete Expeditionen in das Kongo-Gebiet, bevor er 1895 erster Professor für Geographie an der Universität Erlangen wurde; sein Nachfolger Wilhelm Volz bereiste um 1900 den Malaiischen Archipel, und der Erlanger Zoologe und Privatgelehrte Ernst Friedrich Will hielt sich in Brasilien und Borneo auf.

Die ausgestellten Objekte stammen von einer Borneo-Reise, die Will 1892/93 im Auftrag des Erlanger Zoologieprofessors Emil Selenka durchführte. Durch die von Will angefertigten Tagebuchaufzeichnungen und Fotografien ist dieser Teil der Sammlung sehr gut dokumentiert und dadurch wissenschaftlich besonders wertvoll.

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