Anatomie


Kopf im Sagittalschnitt, Feuchtpräparat 1980

Feuchtpräparat, Sagittalschnitt mit Formaldehydfixation, Erlangen 1980
(Anatomische Sammlung I)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Wenige Wochen nach Gründung der Universität fand in Erlangen die erste anatomische Sektion statt. Manche Organe wurden von den Anatomen präpariert und haltbar gemacht, um sie später für die Lehre verwenden zu können. So entstand die Anatomische Sammlung. 1754 passte sie noch in sieben Schränke. Als die Anatomie 1826 die Orangerie bezog, füllten die Sammlungen den ganzen Ostflügel des Gebäudes.

Heute ist die Anatomische Sammlung auf zwei Standorte verteilt. Im Anatomischen Institut I (Krankenhausstraße) befinden sich die historischen und die topographischen Präparate, während im Anatomischen Institut II (Universitätsstraße) die embryologischen und vergleichend-anatomischen Stücke aufgestellt sind.

Die Sektionen waren ursprünglich öffentlich, erst um 1850 wurde das Publikum aus dem Sektionssaal ausgeschlossen. Die Sammlung aber stand der Bevölkerung weiterhin offen. So bürgerte es sich ein, der Anatomie in der Pfingstwoche – zur Bergkirchweih – einen Besuch abzustatten. Diese Tradition hielt sich bis in die 1970er Jahre.

Aus der Anatomischen Sammlung entstanden im Laufe der Zeit zwei weitere Sammlungen: die Pathologische Sammlung (1854) und die Sammlung für Ur- und Frühgeschichte (1914).

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