Preisamphora


Panathenäische Preisamphora, 6. Jh. v. Chr.

Panathenäische Preisamphora, Ende 6. Jh. v. Chr., attisch, Acheloos-Maler. 1912 in Paris erworben
(Antikensammlung)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

1993 machte man bei der Restaurierung einer Panathenäischen Preisamphora eine erstaunliche Entdeckung: Der gute Erhaltungszustand des 1912 in die Antikensammlung gekommene Gefäßes war das Ergebnis einer geschickten Fälschung.

Körper und Hals stammten von zwei verschiedenen Amphoren. Doch damit nicht genug: Bruchstücke weiterer Gefäße, die in etwa die richtige Farbe, aber nicht den richtigen Radius aufwiesen, waren passend in Form geschliffen und ebenfalls eingesetzt worden. Selbst die für diese Gefäßart typische Inschrift war aus anderen Fragmenten zurechtgestückelt worden, ein "O" hatte man gar durch einen Tuschepunkt zum "Θ" gemacht. Der fehlende Fuß schließlich war durch einen römischen Teller ersetzt worden.

All diese Fragmente hatte man so geschickt zusammengefügt, dass es schien, als gehörten sie zu ein und demselben Gefäß. So ist die Amphora eine Fälschung und doch antik. Die moderne Restaurierung erlaubt es, diese Fälschung vor Augen zu führen.

zurück   -   weiter zum Objekt "Arithmomètre"

 

Nach oben