Keltische Halsreifen


Keltische Bronzehalsringe aus Kosbach, 6. Jh. v. Chr.

Vier Bronzehalsringe, 6. Jh. v. Chr., Kosbach
(Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

1913 entdeckten Forstarbeiter bei Kosbach zwei Schmuckstücke aus Bronze, die vom Rand eines vorgeschichtlichen Grabhügels stammten. Pfarrer Rudolf Herold wurde von dem Fund benachrichtigt. Er entschloss sich zu einer systematischen, sehr erfolgreichen Ausgrabung.

Der Hügel war 20m breit, aber nur noch 1,50m hoch. Durch land- und forstwirtschaftliche Arbeiten war er fast eingeebnet worden.

In der Hallstatt- und Frühlatène-Zeit (8.-5. Jh. v. Chr.) hatte der Hügel den Kelten als Grabstätte gedient. Herold fand 4 Halsringe, 23 Armringe und 2 Schlangenfibeln aus Bronze, die zur Frauentracht des 6. Jh. v. Chr. gehören. Eine Augenperle aus gelbem Glas stammte von der jüngsten Bestattung aus den 5. Jh. v. Chr.

Nach 500 v. Chr. wurde im Westen des Hügels eine 2 x 2 Meter große Steinsetzung angebaut. Der Pfeiler in der Mitte wurde von Herold später als Phallus gedeutet und in die neue prähistorische Sammlung der Universität gebracht. Für den "Kosbacher Altar" gibt es bis heute keine Parallele.

zurück   -   weiter zum Objekt "Preisamphora"

 

Nach oben