Johannes Saubert


Johannes Saubert, Ölgemälde nach 1646

Johannes Saubert d.Ä. (1592-1646) mit seinem Blasenstein, Ölgemälde, Nürnberg, nach 1646
(Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Der Porträtierte, das weist die Inschrift aus, ist Johannes Saubert, Prediger auf der renommierten Pfarrstelle zu St. Sebald in Nürnberg. Vorher war er Professor der Theologie an der Nürnberger Universität in Altdorf gewesen. Er starb 1646 mit 54 Jahren.

Saubert lebte während des 30-jährigen Krieges – eine unruhige Zeit, die einen protestantischen Theologen auch politisch forderte. Als Prediger zu St. Sebald leitete er auch die Ratsbibliothek und das darin befindliche Naturalienkabinett, die zu den Sehenswürdigkeiten Nürnbergs gehörten. Bei den Führungen lernte er viele reiche und mächtige Besucher der freien Reichsstadt kennen.

Eine Erfolgsgeschichte? Das Porträt betont eine andere Seite des Verewigten: "Mehr übel als wo[h]l" sei ihm gewesen, "Lauter Creutz" hatte er zu tragen, "im Haus" und "im Ampt". Dass Saubert diese von Gott gesandten "Kreuze" in Demut trug, deutet die Geste seiner linken Hand an, die gen Himmel weist.

Aber was hält er in der anderen Hand?

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