Arithmomètre


Rechenmaschine Arithmomètre, 1868

Arithmomètre. Vierspezies-Rechenmaschine, basierend auf dem Staffelwalzenprinzip; Rechenwerk aus Messing in Holzkasten, Charles Xavier Thomas, Serien-Nr. 759, Baujahr 1868
(Informatik-Sammlung Erlangen, Dauerleihgabe des Mathematischen Instituts)
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Das Arithmomètre ist eine Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten. Es stammt aus dem Jahr 1868 und ist damit das älteste Objekt der Informatik-Sammlung Erlangen.

Die Funktionsweise dieser Rechenmaschine basiert auf dem von Gottfried Wilhelm Leibniz erfundenen Staffelwalzenprinzip. Das Einstellwerk mit den Stellschiebern ist sechsstellig und das Ergebniswerk zwölfstellig. Der Antrieb erfolgt über eine Handkurbel rechts unten.

Ihr Erfinder, Charles Xavier Thomas de Colmar, erwarb sein erstes Patent dafür bereits 1820. Das Arithmomètre gehört zu den ersten serienmäßig gefertigten Rechenmaschinen des 19. Jahrhunderts.

Das Erlanger Exemplar ist vermutlich dem berühmten Mathematiker Felix Klein zu verdanken, der im Herbst 1872 im Alter von nur 23 Jahren als ordentlicher Professor der Mathematik an die hiesige Universität berufen wurde. Nach Klein wurde später auch eine Straße in Erlangen benannt.

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