Sammeln und Wissenschaft


Blick in das Foyer des Stadtmuseums

Das Empfangskomitee der Ausstellung
vor Kupferstichen zum Thema "Sammeln und Wissenschaft"
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Am Anfang der modernen Wissenschaften stand das Sammeln und Ordnen der Dinge.

In den Kunst- und Wunderkammern barocker Fürsten wurden natürliche und künstliche Objekte nebeneinander gezeigt. Auf diese Weise sollte das Wissen über den Mikro- und den Makrokosmos vollständig vereint und geordnet werden.

Auch im bürgerlichen Umfeld entstanden Kunst- und Naturalienkabinette. Häufig waren es Mediziner oder Apotheker, die bedeutende Naturaliensammlungen zusammentrugen.

In diesen Sammlungen spiegelten sich Reichtum, Weltoffenheit und Gelehrsamkeit ihrer Besitzer wider. Zugleich waren sie Stätten des gelehrten Austauschs, in denen Wissen nicht nur hervorgebracht, sondern auch auf anschauliche Weise vermittelt wurde.

Nach dem Vorbild der sammelnden Fürsten und Bürger, und zum Teil mit ihrer Hilfe, richteten auch die Universitäten Sammlungen ein. Unter dem Einfluss der sich allmählich herausbildenden, empirisch und methodisch fundierten Forschung wurden die Sammlungsräume hier zu Laboratorien, in denen die moderne Wissenschaft Gestalt annahm.

 

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