Gelehrtes Sammeln


Gelehrtes Sammeln

Ausstellungsmodul "Gelehrtes Sammeln"
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Naturalienkabinette gab es nicht nur an fürstlichen Höfen und an Universitäten, sondern auch bei wissenschaftlich interessierten Privatleuten. Oft waren es Ärzte oder Apotheker, die Pflanzen, Tiere und Gesteine, aber auch Bücher, Kupferstiche und Münzen in ihren Stuben zusammentrugen. Sie nutzten dafür das weit gespannte Briefnetz, das die "Gelehrtenrepublik" verband und den Austausch von Sammlungsdingen auch über große Distanzen hinweg ermöglichte.

Der Danziger Jurist Jacob Theodor Klein und der Nürnberger Arzt Christoph Jacob Trew sind zwei typische Vertreter dieser Gelehrtenrepublik: Sie führten ausgedehnte Korrespondenzen, und sie sammelten im großen Stil. Und noch etwas verbindet Klein und Trew: Ihre Sammlungen prägten das wissenschaftliche Profil der Universität Erlangen.

Die Klein’sche Sammlung kam von Danzig über Bayreuth nach Erlangen und bildete hier den Grundstock der naturwissenschaftlichen Sammlungen. Die Trew’sche Sammlung wechselte von Nürnberg über Altdorf nach Erlangen und bereicherte die Universität vor allem durch eine 25.000 Bände umfassende Bibliothek.

 

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