Depot


Blick in das "fiktive Depot"

Im "Depot" präsentiert sich die Fülle der Objekte, geordnet nach Disziplinen:
Links die Natur-, rechts die Geistes- und Kulturwissenschaften
Foto: Georg Pöhlein, 2007

Der Charakter einer Sammlung hängt von der Art und der Anzahl der Dinge ab, die in den Regalen und Schubladen des Sammlungsdepots liegen. Hier, im Depot, findet die eigentliche Sammlungsarbeit statt. Hier wird die Dingwelt geordnet, katalogisiert und in Fächer einsortiert.

Dem Besucher bleibt das Depot in der Regel verschlossen. Er wird nicht vor die dicht gefüllten Regale geführt, sondern vor Vitrinen, in denen einzelne, ausgewählte Sammlungsdinge zur Schau gestellt sind.

Damit wird in diesem Raum gebrochen. Hier wird das Depot selbst zum Ausstellungsobjekt. Ein künstliches Depot freilich, das so nur für die Ausstellung zusammengestellt wurde. Es vertritt die vielen Keller, Kisten und Regale, in denen die Universitätssammlungen ihre Schätze bewahren. Und es führt vor Augen, wie viele Fragen sich in diesen Depots verbergen, und wie viel Forschungsarbeit noch zu leisten ist, um den Dingen ihre Antworten zu entlocken.

 

Nach oben